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Der eigene Film auf der großen Leinwand

Werben für die neue Runde der Jungen Filmschule: Jona Winkler (v. l., Absolvent der Jungen Filmschule 2015), Uli Klingenschmitt (Dozent der Jungen Filmschule und Drehbuchautor), Martin Bargiel (Dozent, Kameramann und Fotograf), Yorrick Schweer und Felix Kayser (Absolventen der Jungen Filmschule 2017) und Uwe Plasger (medienpädagogischer Berater und Organisator der Jungen Filmschule).

Region.

Den eigenen Film auf einer Kinoleinwand sehen und zur Premiere über den roten Teppich schreiten – ein Traum vieler Jugendlicher. Mit der „Jungen Filmschule – To the Movies 2018“ kann dieser Traum wieder Wirklichkeit werden: Die Workshop-Reihe des Medienzentrums der Region Hannover, die sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren richtet, geht in die fünfte Runde. Bewerbungsschluss für alle Nachwuchstalente ist der 15. Februar 2018.

Viele professionelle Kameraleute, Tontechnikerinnen und -techniker oder Regisseurinnen und Regisseure haben ihre Leidenschaft für das Medium Film im jugendlichen Alter entdeckt. Oftmals fehlte ihnen eine intensive Förderung – wie sie das Medienzentrum der Region Hannover betreibt. „Bei der Jungen Filmschule bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine erstklassige Ausbildung und Betreuung – das spiegelt sich auch in den Ergebnissen wider“, sagt Uwe Plasger, medienpädagogischer Berater und Organisator der Jungen Filmschule. Die Filme, die innerhalb der Filmschule entstehen, sind meistens auch bei überregionalen Filmfestivals erfolgreich. So auch der Film von Yorrick Schweer und Felix Kayser: Im vergangenen Jahr haben sie die Junge Filmschule absolviert – und haben mit ihrem Film "Jacky UND die Mörderpuppe" den ersten Platz beim Nachwuchskurzfilmwettbewerb „Hannover Filmklappe“ 2017 in ihrer Alterskategorie gewonnen. Die elfminütige Hommage an gängige Scary-Movies und Horrorfilm-Klischees haben die beiden Jugendlichen in ihrer Freizeit zusammen mit Freunden produziert – und sich selbst um Drehbuch, Kamera, Darsteller, Schnitt und Ton gekümmert.

Grundlage dazu bildete die Junge Filmschule: Denn die jungen Bewerberinnen und Bewerber, die für die Teilnahme an der Filmschule jedes Jahr ausgewählt werden, dürfen sich auf eine intensive Betreuung freuen. Erfahrene Profis aus der Filmbranche, vom Drehbuchautor und Regisseur, über Kameramann und Cutter bis zum Toningenieur, vermitteln in insgesamt sieben Workshops die Grundlagen des Filmemachens. Auch in diesem Jahr werden wieder alle Teilnehmer und deren Eltern zu einem exklusiven Kick-Off eingeladen, der am Vorabend der ersten Workshop-Reihe stattfindet. Während und nach den Intensiv-Workshops produzieren die acht Nachwuchs-Filmteams einen eigenen Kurzfilm, der seine Premiere bei einem internen Kurzfilm-Festival im Kino Hochhaus-Lichtspiele feiert und bei der Hannover Filmklappe nominiert wird.

Wichtig ist Uwe Plasger, dass die jungen Filmcrews bis zur Fertigstellung ihres eigenen Films eng von den Profis begleitet werden, „um ihnen damit den Gang über den roten Teppich bei Nachwuchsfilmfestivals zu ebnen“. So bietet das Team um Plasger den Teilnehmenden eine Beratung auch in der Zeit zwischen den Workshops, was insbesondere bei der Drehbuchentwicklung wichtig sei, sowie die exklusive Nutzung von speziellem Filmequipment des Medienzentrums und dessen Studio.

Die Junge Filmschule der Region Hannover ist ein Angebot des Medienzentrums zur Unterstützung schulischer und nicht schulischer Filmprojekte von Kindern und Jugendlichen. „Lernen, Filme zu sehen und Filme zu machen, ist ein Schwerpunkt des Medienzentrums der Region Hannover“, sagt Andreas Holte, Leiter des Medienzentrums. „Wir leiten seit vielen Jahren Kinder- und Jugendgruppen zu ersten Schritten beim Filmemachen an. Und so ist es nur folgerichtig, dass wir auch für fortgeschrittene Jugendliche da sind, um ihnen auf den Weg zu helfen – zu eigenen Erfolgen auf Festivals oder sogar zum professionellen Filmschaffen.“

Damian Schipporeit, Regisseur aus Hannover, begleitet als Dozent zwei Workshops, in denen es zum einen um die Produktion der Kurzfilme mit kleinem Budget und zum anderen um die Montage geht. Der Hannoveraner Filmautor Ulrich Klingenschmitt wird den Blick der Schülerinnen und Schüler auf das Drehbuch schärfen. Auch der Filmemacher und Fotograf Martin Bargiel konnte wieder als Dozent gewonnen werden und wird den Schwerpunkt seiner Workshops auf das Thema Bildgestaltung legen. Zum Thema Ton bekommen die jungen Filmemacherinnen und Filmemacher spannendes Insiderwissen vom Wolfenbütteler Toningenieur Henrik Cordes. Das Equipment für die Produktion der Filme wird bei Bedarf vom Medienzentrum gestellt – von der Kamera über Licht und Ton bis hin zum Arbeitsplatz für den Schnitt.

Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, „dafür aber ein echtes Interesse an der Gestaltung und Umsetzung des eigenen Films“, sagt Plasger. Veranstaltungsort ist das Studio des Medienzentrums der Region Hannover, Altenbekener Damm 79, in Hannover. Die Workshops finden zwischen März und Mai an sieben Samstagen von 10 bis 16.30 Uhr statt; die Termine stehen bereits fest und sind auf der Homepage des Medienzentrums neben vielen weiteren Infos und den Anmeldemöglichkeiten zu finden: www.mzrh.de. Bewerbungsschluss ist der 15. Februar 2018.