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Hitzewelle: BUND fordert mehr begrünte Dächer und Fassaden

Foto: pixabay

Region / Lifestyle.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert, dass deutlich mehr Gebäude in Hannover ein grünes Dach oder eine belaubte Fassade bekommen. Gebäudebegrünungen helfen, die heißen Hochsommer für die Stadt und ihre Einwohner erträglicher zu gestalten. Während die Temperatur beispielsweise auf Bitumendächern über 70 Grad Celsius erreichen kann, steigt sie auf begrünten Dächern maximal auf 25 Grad.

„Eine internationale Studie an fünf Großstädten kam zu dem Ergebnis, dass die oft um zehn Grad höheren Temperaturen in einer aufgeheizten Großstadt sich merklich reduzieren lassen, wenn die Fassaden begrünt sind. Berechnungen des Klima-Architekten Florian Betzler ergaben, dass wenn alle Gebäude in der Stadt ihre Ost- bis Westseiten und die Dächer begrünen, das Kleinklima dem der Außenbezirke entspricht. Das Umweltbundesamt hat in einer Untersuchung 2012 prognostiziert, dass zum Beispiel in der Stadt Düsseldorf 168 Sterbefälle im Hochsommer vermieden werden können, wenn 50 Prozent der Dächer begrünt sind. Weitere positive Effekte sind der dann geringe Energieverbrauch für Klimaanlagen, die Rückhaltung von Feinstaub und bei begrünten Dächern eine deutlich längere Lebensdauer der Dachhaut – bis auf das Dreifache“, sagt Gerd Wach vom BUND Region Hannover.

Aktuell fördert die Landeshauptstadt Hannover Dach- und Fassadenbegrünungen mit einem der Drittel der Kosten sowie Entsiegelungen mit dem Projekt „Nachhaltiges Förderprogramm zur Gebäudebegrünung und zur Minimierung der Flächeninanspruchnahme“ in Zusammenarbeit mit dem BUND Region Hannover. An der Finanzierung des Projektes beteiligen sich auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und die Sparkasse Hannover. In Hannover werden bereits seit 2012 erfolgreich Gebäudebegrünungen gefördert. Über 11.000 Quadratmeter Dachfläche und diverse Fassaden sind dabei begrünt worden.