Anzeige
Anzeige
Anzeige

Umbau der Möllerburgkreuzung: Starttermin steht fest – es wird zu Einschränkungen kommen

Für Gewerbetreibende und Landwirte hat es einen ersten gemeinsamen Termin mit Gemeindeverwaltung und Baufirma gegeben.

Wennigsen/Degersen. An der Möllerburgkreuzung in Wennigsen steht eine umfangreiche Baumaßnahme bevor. Ziel des Projekts ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den Verkehrsfluss für alle Verkehrsteilnehmer deutlich zu verbessern. Außerdem wird die defekte Ampel ausgetauscht und die Feuerwehrzufahrt der neuen Feuerwehrwache der Ortsfeuerwehr Degersen an die Kreuzung angebunden..

Ursprünglich sollte das Vorhaben schon im letzten Jahr von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStbV) durchgeführt werden. Aus zeitlichen Gründen schafft die Behörde den Umbau nicht, weshalb die Gemeinde Wennigsen das Vorhaben übernommen hat und für Rad- und Fußwege auch Fördergelder erhält. Auch aufgrund des Neubaus des Degerser Feuerwehrhauses ist der Umbau der Kreuzung ein wichtiges Bauvorhaben. Wegen der zentralen Lage und beschränkter Alternativen, ist das Bauvorhaben aber mit erheblichen Einschränkungen verbunden.

Am 16. April sollen die Arbeiten beginnen.

Für Gewerbetreibende und Landwirte hat es einen ersten gemeinsamen Termin mit Gemeindeverwaltung und der Baufirma gegeben. Dabei hat man sich über Probleme und Bedenken ausgetauscht. 

Ein Blick auf den aktuellen Sachstand.  

Neugestaltung des Knotenpunkts

Im Mittelpunkt der Arbeiten steht der Knotenpunkt der Landesstraßen L 390 und L 391. Der gesamte Kreuzungsbereich wird neu strukturiert, um den Verkehr übersichtlicher und sicherer zu gestalten.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Radverkehr: Künftig sollen Radfahrer den Bereich ohne Umwege und deutlich sicherer passieren können. Zudem wird die Zufahrt für die Feuerwehr optimiert.

Moderne Technik und neue Fahrbahnen

Teil der Baumaßnahme ist auch die Installation einer neuen Ampel. Diese wird mit speziellen Signalgebern sowie Anforderungstastern ausgestattet, um den Verkehrsfluss effizient zu steuern.

Darüber hinaus werden die Asphaltdeck- und Binderschichten im Kreuzungsbereich sowie in den angrenzenden Straßen erneuert. Ergänzend dazu erfolgen umfangreiche Fahrbahnmarkierungen, die eine klare und sichere Verkehrsführung gewährleisten sollen.

Bauphasen und Sperrungen

Die Bauarbeiten sind in zwei Phasen unterteilt und sollen insgesamt vier Monate dauern:

Phase 1: Sperrung der Danquardstraße und der Degerser Straße für voraussichtlich drei Monate.

Phase 2: Vollsperrung der Möllerburgkreuzung für etwa einen Monat (ca. Mitte Juni bis Mitte Juli).

Zu beachten ist, dass die Phase 1 zunächst 2 Monate dauern soll, dann erfolgt die einmonatige Vollsperrung, dann werden die Restarbeiten aus Phase 1 innerhalb eines Monats beendet.

Während der Vollsperrung wird der Verkehr umgeleitet. Pkw werden über Egestorf, Langreder, Leveste und Gehrden geführt. Der Lkw-Verkehr soll großräumig bereits an der B65 abgefangen werden.

Eine provisorische Fußgängerampel Höhe Möllerburg soll Fußgängern das Überqueren während der Bauphase ermöglichen.

Auswirkungen auf Gewerbebetriebe

Die Baumaßnahme hat direkte und indirekte Auswirkungen auf ansässige Unternehmen:

Direkte Einschränkungen:

- Die Möllerburg-Gaststätte und umliegendes Gewerbe bleiben über den östlichen Parkplatz erreichbar

- Beim TÜV Süd ist die reguläre Einfahrt für rund vier Monate gesperrt – eine alternative Zufahrt ist über die TAS-Tankstelle vorgesehen

- Die Johannes-Kepler-Straße ist nicht über die Degerser Straße erreichbar – eine Umleitung erfolgt über „Am Weingarten“

- Rapstruck wird während der Vollsperrung nicht über die Bönnigser Straße erreichbar sein - hier sind individuelle Absprachen vorgesehen

Indirekte Folgen:

- Weniger Durchgangsverkehr

- Längere An- und Abfahrtszeiten

- Erhöhter Geräuschpegel während der Bauzeit

Maßnahmen zur Entlastung

Die Gemeinde Wennigsen möchte ihre Erfahrungen aus der B217 Sanierung in Holtensen mit einbringen und sucht frühzeitig das Gespräch mit den Gewerbetreibenden. Hierzu soll es Ansprechpartner geben, die je nach Situation auf der Baustelle, individuell auf Probleme eingehen können.

Die Baufirma teilte bei einem ersten Treffen mit Gewerbetreibenden und Gemeinde mit, dass man einen sportlichen Zeitplan vor sich hätte. Man versuche je nach Baufortschritt auf Probleme zu reagieren, jedoch stehe die Fertigstellung im Vordergrund. Aufgrund der gewachsenen Infrastruktur in Wennigsen gibt es wenige Alternativen für Umleitungen. Ein Parkverbot auf der Hauptstraße habe Vor- und Nachteile und müssten mit der Zuständigen Straßenbehörde geklärt werden. Nicht alles dürfe die Gemeinde selbst entscheiden.

Noch laufen die genauen Bauplanungen, bevor es am 16. April losgehen soll. Gemeinde und Baufirma wollen in Kontakt mit den Gewerbetreibenden und Landwirten bleiben und Bürger regelmäßig über das Vorhaben informieren. Es soll auch Schilder geben, die die Anfahrt zu den Gewerbebetrieben ausschildern.