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Polizei und Stadtverwaltung setzen weiter auf enge Zusammenarbeit

Ludger Westermann (v.l.) mit zwei Kollegen, und Bürgermeister Henning Schünhof und Julia Manegold und Eric Möhle vom Ordnungsamt.

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Barsinghausen. Bei einem Rückblick auf das Jahr 2022 haben Stadtverwaltung und Polizei betont, dass die gute Zusammenarbeit auch in den kommenden Jahren weitergeführt werden soll. Nach Corona und den Auswirkungen des Ukraine-Konflikts, dessen Auswirkungen mit Flüchtlingsströmen und Energiekrise bis nach Barsinghausen reichen, waren und bleiben die Herausforderungen groß. Doch auch die Verkehrslage und das Stadtfest forderten Polizei und Stadtverwaltung.

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Im Gegensatz zu den Vorjahren, waren die Corona-Beschränkungen im Jahr 2022 rückläufig, was für Entlastungen bei Polizei und dem Ordnungsamt der Stadt sorgte. „Wir mussten aufgrund der Beschränkungen den Menschen sprichwörtlich auf den Füßen stehen und die Vorgaben durchsetzen“, erklärt Ludger Westermann, Leiter Polizeikommissariat Barsinghausen, „Der Wegfall der meisten Regelungen hat natürlich bei den Bürgern für eine Entspannung gesorgt, die auch wir bemerkt haben.“ Ordnungsamtsleiterin Julia Manegold ergänzt, dass die mitunter wöchentlich wechselnden Coronabestimmungen herausfordernd waren. „Es gibt derzeit noch Menschen, die montags weiterhin demonstrieren, dass fordert Verwaltung und Polizei in dem Sinne, dass diese angemeldeten Demonstrationen begleitet werden müssen“, so Bürgermeister Henning Schünhof.

Positiv fällt da das Stadtfest auf, für das die Verantwortlichen, Polizei, Stadt, Feuerwehr, ASB und Sicherheitspersonal ein neues Sicherheitskonzept erarbeitet hatten, welches nun in jedem folgenden Stadtfest und auch bei anderen Veranstaltungen zum Tragen kommen wird. „Das friedliche Stadtfest bestätigt uns im Ergebnis, dass das Sicherheitskonzept stimmig ist“, so der Bürgermeister. Am ersten Stadtfesttag hatte es nachts, nach dem Stadtfest, noch einzelne Vorfälle gegeben. Darauf hat auch die Polizei ihren Blick gerichtet und wird sich in Zukunft noch stärker auf den Nahbereich des Stadtfestes konzentrieren, auch nach dem offiziellen Ende. „Die Sperrstunde und die vorab verkündeten Sicherheitsregeln haben aber dafür gesorgt, dass es nach der Corona-Pause eine friedliche Veranstaltung war“, so Westermann. Auch die Jugendarbeit und präventive Maßnahmen hätten gut gegriffen, weshalb Polizei und Stadtverwaltung ihre enge und offene Zusammenarbeit lobten. „Wir haben mittlerweile einen kurzen Draht zwischen Polizei und der Stadt“; so Schünhof, „Für den offenen Kontakt danke ich der Polizei.“

Die Zusammenarbeit ist auch im Bereich Verkehr wichtig. Zum einen sprechen sich die beiden Akteure bei Geschwindigkeitsmessungen ab. „Eine letzte Auswertung hat in Wichtringhausen einen negativen Geschwindigkeitsrekord von 111 km/h ergeben“, bedauert der Bürgermeister. Da Geschwindigkeitsübertretungen ein hohes Unfallrisiko bedeuten, seien die Kontrollen hier wichtig und keine Abzocke. Auch die seit längerer Zeit eingesetzten Messtafeln führten zu positiven Ergebnissen, da Fahrer gleich angezeigt bekommen, dass sie zu schnell unterwegs sind. Die Rückmeldung der Anwohner sei an entsprechenden Stellen daher sehr positiv, auch was die Lärmbelästigung angehe. Der Bauhof sei eingespannt worden, um Piktogramme neu/frisch auf den Straßen aufzubringen.

Auch nach Unfällen setzen sich Stadtverwaltung und Polizei zusammen, um Möglichkeiten zu diskutieren, mit denen mögliche Brennpunkte entschärft werden können. „Leider kann keine Verkehrsregelung schwere Unfälle verhindern, wenn sich ein Verkehrsteilnehmer einfach darüber hinwegsetzt“, spricht Westermann den schweren Unfall mit zwei verstorbenen Kindern am Kirchdorfer Rehr an. Hier wurde anschließend ein Überholverbot eingerichtet. Nach einem Unfall mit einer Radfahrerin auf der Bunsenstraße, seien auch dort Maßnahmen ergriffen worden.

In Zukunft wollen Polizei und Stadtverwaltung Rentner wieder stärker in den Fokus nehmen. Mit der Broschüre „Im Alter sicher Leben“ sollen Senioren auf Gefahren am Telefon und im Internet aufmerksam gemacht werden. Auch der Enkeltrick, falsche Handwerker und Polizisten seien bei Betrügern beliebte Tricks, um ältere Menschen um viel Geld zu bringen. Offizielle Zahlen zu Barsinghausen konnte Westermann nicht nennen, jedoch seien Betrugsversuche auch in Barsinghausen schon der Polizei gemeldet worden. 1.500 Exemplare der Broschüre sollen im Bürgerbüro bereit liegen, aber auch durch den Seniorenrat verteilt werden.

Auch die Situation eine Energiemangellage ist zwischen Polizei und Stadtverwaltung Thema und wie Maßnahmen vor Ort umgesetzt werden können. Auch verwaltungsintern sei man im Gespräch mit der Polizei, z.B. um die Sicherheit von Mandatsträgern zu besprechen. Hier bietet die Polizei Seminare an, was gerade mit Blick auf die zuletzt bundesweit unternommene Razzia gegen die Reichsbürgerszene nicht uninteressant sei, so der Bürgermeister.

Welche Themen, neben den bekannten, dann 2023 noch auf der Tagesordnung stehen werden, sei bislang nicht erkennbar. „Nach dem Stadtfest ist vor dem Stadtfest“, so Bürgermeister Schünhof, „Da werden wir im ersten Quartal bestimmt wieder drüber sprechen. Gerade, wenn es wieder größer werden soll.“

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