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Bürgermeisterwahl 2026 in Wennigsen: Kann und muss die Verwaltung schneller werden?

Bürgermeisterwahl 2026 in Wennigsen: Amtsinhaber Ingo Klokemann (l., Fotoquelle: Ralf Orlowski.) und Daniel Stein (r., Fotoquelle: privat) im Vergleich.

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Wennigsen. Am 13. September 2026 findet in Niedersachsen die Kommunalwahl statt. In vielen Städten und Gemeinden werden dabei nicht nur die Mitglieder der Räte neu gewählt, sondern auch die Bürgermeister - direkt gewählt von den Bürgern. So auch in Wennigsen. Die Redaktion hat den Bürgermeisterkandidaten erneut mehrere Fragen gestellt. Die Antworten können nun in unserer Wochenserie miteinander verglichen werden.(Teil 2/7).

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Bei der Bürgermeisterwahl haben Bürger genau eine Stimme, mit der sie direkt einen Kandidaten wählen. Erhält niemand im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, kann es zu einer Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Bewerbern kommen.

Amtsinhaber Ingo Klokemann (SPD) ist in Wennigsen aufgewachsen und lebt mit seiner Frau und zwei Kindern im Ort. Beruflich war er nach seinem Jurastudium beim Deutschen Hörzentrum an der Medizinischen Hochschule Hannover tätig. Politische Erfahrung sammelte der Sozialdemokrat als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins und der SPD-Fraktion im Gemeinderat.

Daniel Stein (Wählergruppe Für gesamt Wennigsen!) ist verheiratet und Vater eines Kindes. Er spielte Fußball beim TSV Wennigsen, zudem ist er Mitglied im Vorstand der Fußballsparte. Beruflich begann Stein mit einer Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement. Anschließend arbeitete er als Recruiter. Seit 2019 ist er bei der Gemeinde Wennigsen tätig, zunächst als Sachbearbeiter im Bürgerbüro. Nach einer Weiterbildung zum Verwaltungswirt im Jahr 2020 übernahm er 2022 die Leitung des Bürgerbüros.

Roman Schladebusch (parteilos) meldete sich telefonisch, um mitzuteilen, dass er die Fragen nicht beantworten werde. Schladebusch beantwortete bereits unsere erste Fragerunde nicht oder reagierte gar nicht auf Anfragen..

Was müsste sich in der Stadtverwaltung verändern, damit Entscheidungen schneller getroffen werden?

Daniel Stein: „Entscheidend ist eine moderne Struktur. Verantwortung muss auf mehr Schultern verteilt und den Beschäftigten mehr Vertrauen entgegengebracht werden. Dazu gehören flache Hierarchien, klare Zuständigkeiten und echte Wertschätzung. Gerade die Leitungen im operativen Bereich müssen frühzeitig einbezogen werden, denn dort entstehen oft die pragmatischsten Lösungen. Genau diesen Ansatz habe ich in meinem eigenen Bereich bereits erfolgreich umgesetzt.“

Ingo Klokemann: „Ich teile die Annahme der Frage so nicht. Entscheidungen in der Verwaltung werden zügig getroffen, sobald die notwendigen Grundlagen vorliegen. Wir haben kurze Wege und regelmäßige Abstimmungen. Dass das auch bei großen Projekten funktioniert, zeigen die Feuerwehr Degersen und die neue Mensa der KGS. Besser werden müssen wir bei der Digitalisierung. Daran arbeiten wir bereits. Die Umstellung erfolgt im laufenden Betrieb, weil die Verwaltung gleichzeitig zuverlässig weiterarbeiten muss.“

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