Barsinghausen. Die Sportlerehrung in Barsinghausen hat in diesem Jahr ein deutlich verändertes Gesicht gezeigt. Statt einer großen Gala entschied sich der Sportring Barsinghausen aufgrund geringer Nominierungszahlen für ein kleineres Format. Dennoch standen die sportlichen Leistungen im Mittelpunkt: In einem würdigen Rahmen wurden die erfolgreichsten Athletinnen, Athleten und Mannschaften des Jahres 2025 ausgezeichnet – verbunden mit dem Blick auf eine Neuausrichtung der traditionsreichen Veranstaltung.
Die Barsinghäuser Sportlerehrung steht vor einem großen Wandel. Die Veranstaltung in ihrer ursprünglichen Form wurde vom Sportring Barsinghausen abgesagt. Grund war die geringe Resonanz aus den Vereinen: Mit nur 14 eingereichten Nominierungen sah der Sportring keine ausreichende Basis für eine umfangreiche öffentliche Veranstaltung.
Die Ehrungen fanden am Samstag, 11. April, dennoch statt – allerdings in einem deutlich kleineren Rahmen und ohne Rahmenprogramm. Moderiert wurde die Preisverleihung im Hotel Fuchsbachtal von Holger Bratke. Die Auswahl der Preisträger übernahm in diesem Jahr ausschließlich der Vorstand; ein Online-Voting wurde nicht durchgeführt.
Berthold Kuban, Vorsitzender des Sportrings Barsinghausen, begrüßte die Gäste mit den Worten: „Ich ziehe meinen Hut vor eurer Leistung. Man muss schon etwas verrückt sein, um so viel Zeit und Energie in den Sport zu stecken und diese Leistungen zu erbringen.“ Zudem dankte er den Trainern und Eltern im Hintergrund, die dieses Engagement unterstützen.
Bürgermeister Henning Schünhof betonte: „Wir haben in Barsinghausen ein sehr breites Leistungsspektrum im Sport – und das über viele Generationen hinweg.“ Auch er dankte den Vereinen, Trainern und Eltern, die an Wochenenden oft als „Taxifahrer“ im Einsatz sind. Gleichzeitig würdigte er das Engagement von Berthold Kuban und dem Sportring.
Ehrungen im Überblick
Erwachsene
Sportlerinnen
1. Platz - Dagmar Raddatz (TSV Goltern, Tanzen/Linedance)
2. Platz - Gerda Joswig (SC Barsinghausen, Schwimmen)
3. Platz - Hanna Volker (DRFV, Reiten)
Sportler
1. Platz - Joris Lemke (Deisterfreun.de, Radsport/MTB-Marathon)
Mannschaften
1. Platz – 1. Damen (HV Barsinghausen, Handball)
2. Platz – 1. Damen (TCRW, Tennis)
3. Platz – 1. Herren (TSV Kirchdorf, Fußball)
Jugendliche
Sportlerinnen
1. Platz - Philipa Mae Leute (SC Barsinghausen, Schwimmen)
Sportler
1. Platz - Paul Pfingsten (TSV Egestorf, Jiu-Jitsu)
2. Platz – Dustin Wertezki (TSV Kirchdorf, Karate)
3. Platz - Tom Schade (SC Barsinghausen, Schwimmen)
Den Preis des Rates für besonderes ehrenamtliches Engagement erhielt Otto Wachter für seinen langjährigen Einsatz rund um das Deutsche Sportabzeichen. Überreicht wurde die Auszeichnung von der Ratsvorsitzenden Laura Schneider. Der Preis des Bürgermeisters wurde in diesem Jahr nicht vergeben.
Mit den Ehrungen verbunden sind Geldpreise zwischen 25 und 500 Euro in Form von Gutscheinen. Otto Wachter spendete seinen Gewinn in Höhe von 500 Euro an die Ernst-Reuter-Schule Egestorf sowie den TSV Egestorf, die ihn regelmäßig beim Sportabzeichen unterstützen. Auch Moderator Holger Bratke verzichtete auf sein Honorar und spendete es an den Jugendförderverein des TSV Barsinghausen.
Blick in die Zukunft
Für die Zukunft plant der Sportring ein neues Konzept. In einem gemeinsamen Arbeitskreis mit den Vereinen soll die Sportlerehrung weiterentwickelt und an aktuelle Rahmenbedingungen angepasst werden. „Wir werden das neue Konzept ergebnisoffen den Vereinen vorstellen und gemeinsam beraten, um auch künftig die Leistungen im Sport angemessen zu würdigen“, so der Sportring. Perspektivisch sei auch wieder eine größere Gala denkbar – abhängig von Budget und Kostenentwicklung.




