Wennigsen. Am 13. September 2026 findet in Niedersachsen die Kommunalwahl statt. In vielen Städten und Gemeinden werden dabei nicht nur die Mitglieder der Räte neu gewählt, sondern auch die Bürgermeister - direkt gewählt von den Bürgern. So auch in Wennigsen. Die Redaktion hat den Bürgermeisterkandidaten erneut mehrere Fragen gestellt. Die Antworten können nun in unserer Wochenserie miteinander verglichen werden. (Teil 5/7).
Bei der Bürgermeisterwahl haben Bürger genau eine Stimme, mit der sie direkt einen Kandidaten wählen. Erhält niemand im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, kann es zu einer Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Bewerbern kommen.
Amtsinhaber Ingo Klokemann (SPD) ist in Wennigsen aufgewachsen und lebt mit seiner Frau und zwei Kindern im Ort. Beruflich war er nach seinem Jurastudium beim Deutschen Hörzentrum an der Medizinischen Hochschule Hannover tätig. Politische Erfahrung sammelte der Sozialdemokrat als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins und der SPD-Fraktion im Gemeinderat.
Daniel Stein (Wählergruppe Für gesamt Wennigsen!) ist verheiratet und Vater eines Kindes. Er spielte Fußball beim TSV Wennigsen, zudem ist er Mitglied im Vorstand der Fußballsparte. Beruflich begann Stein mit einer Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement. Anschließend arbeitete er als Recruiter. Seit 2019 ist er bei der Gemeinde Wennigsen tätig, zunächst als Sachbearbeiter im Bürgerbüro. Nach einer Weiterbildung zum Verwaltungswirt im Jahr 2020 übernahm er 2022 die Leitung des Bürgerbüros.
Roman Schladebusch (parteilos) meldete sich telefonisch, um mitzuteilen, dass er die Fragen nicht beantworten werde. Schladebusch beantwortete bereits unsere erste Fragerunde nicht oder reagierte gar nicht auf Anfragen.
Ihre persönliche Meinung: Ist der Einsatz von Pferden beim Historischen Freischießen zeitgemäß und in Zukunft noch vertretbar?
Ingo Klokemann: „Die Pferde gehören zur Tradition des Historischen Freischießens. Ich kann die Sorge um das Tierwohl gerade bei hohen Temperaturen nachvollziehen. Ich erlebe aber auch, wie verantwortungsvoll Pferdehalter und Verantwortliche damit umgehen. Bei Hitze stehen die Tiere möglichst im Schatten und werden regelmäßig mit Wasser abgekühlt. Nach ihrem Einsatz werden sie zügig zurückgebracht. Auf ihr Wohlergehen wird besonders geachtet. Deshalb halte ich den Einsatz von Pferden auch künftig für vertretbar.“
Daniel Stein: „Für mich gehört der Einsatz der Pferde weiterhin zum Historischen Freischießen. Ich vertraue auf die Erfahrung und Fürsorge der Halter, die ihre Tiere am besten kennen. Voraussetzung ist selbstverständlich, dass alle tier- und ordnungsrechtlichen Vorgaben konsequent eingehalten, regelmäßig kontrolliert und die Bedingungen stets an das Tierwohl angepasst werden. Wenn das gewährleistet ist, halte ich diese Tradition auch künftig für vertretbar."



